Um da mal meinen Senf dazuzugeben...alle Nationalparks sind eingezäunt, und die Straßen an der Grenze mit Schafgittern versehen. Leider gibt es das nicht nur an Nationalparkgrenzen sondern auch an vielen anderen Stellen im Land. Aber in Verbindung mit einer aktuellen und guten Karte solltet ihr in der Lage sein damit die Grenzen fast immer zu erkennen.
Außerdem gibt es meiner Meinung nach zwei Arten von wild campen: das eine sind Leute, denen selbst ein Campingplatz zu teuer ist, die ohne Rücksicht auf Besitzansprüche oder Nationalparks oder überhaupt Natur einfach irgendwo ihr Zelt aufschlagen, ein Feuerchen daneben machen und am nächsten Morgen verschwinden, während ihr Müll und der Rest des Feuers, am besten noch qualmend, zurückbleibt.
Die zweite Art sind die, die es als Notlösung betrachten und in Anspruch nehmen, wenn kein Campingplatz in der Nähe ist. Diese fragen beim Bauern, ob sie sein Feld als Stellfläche benutzen dürfen, oder stellen sich auf einen Parkplatz. Und verlassen dann ohne Spuren zu hinterlassen den Ort der Übernachtung.
Wenn es nicht ausdrücklich verboten ist, ist es in Island erlaubt, wild zu campen. Verboten ist es auf Privatgelände, in Nationalparks und überall da, wo ein Schild ebendies sagt (z.B. inzwischen auf vielen Parkplätzen an Sehenswürdigkeiten).
Und wenn man im dicksten Nebel irgendwo im nirgendwo steckt, dann ziehe ich lieber die Nacht vor und stehe neben der Straße zum Schlafen als auf der Suche nach dem nächsten Campingplatz im Fluss zu landen
Aber zum Thema wild campen hat jeder seine eigene Meinung, darüber braucht man wohl nicht diskutieren...